Vorbilder
- Jeder Künstler Ist ein Teil einer langen Kunsthistorischen Tradition
- Seit dem 19. Jhd. Wurde diese Tradition der Kunstgeschichte von vielen als belastend empfunden:
- Wie mit großen Vorbildern umgehen?
- Wie von ihnen lernen und trotzdem eine eigene Bildsprache entwickeln?
- Produktive Antwort: Zitieren der "großen Vorbilder" wird zu wichtigster künstlerischer Strategie:
- —> man stellt sich selbst in Kunsttradition & wird dadurch würdiger Nachfolger des bewunderten Meister, dessen Stil/Motiv man zitiert
- Zitat als Erweiterung der eigenen Bildaussage (Spiel mit Konnotation & Assoziation)
- meist Kritik oder Kommentar des zitierten Werkes
Motivzitat
- Werke aus dem Kanon der Kunstgeschichte, wie z.B. die Mona Lisa Wegen ihrem Lächeln, wegen ihres ikonenhaften Status in der Kunstgeschichte zitiert.
- Künstler setzen dabei auf Konnotation (= Assoziationen, die beim Betrachter entstehen, wenn er das Vorbild erkennt und dessen Sinngehalt in die Betrachtung mit einbeziehen kann)
- Werden von einem gebildetem Publikum verstanden
- Reizvoll sind Zitate, die nur wenige „Kenner“ entschlüsseln können → L.H.O.O.Q. (Mona Lisa mit Schnauzer, "Sie hat einen heißen Arsch" zu einer Zeit, in der Mona Lisa auf fast schon lächerliche Art & Weise verehrt wurde)
- "Kampf der Schulen" (sie meinte des müssten wir erkennen)
- Konnotationen → wichtiger Fachbegriff
- Wichtig sind:
- Hintergrund
- Zeitgeschichtler Hintergund
- Eigener Kommmentar
- Vorbild kennen
Gattungszitat - Filmzitat
- z.B. Cindy Sherman: Inszenierte - geplante - konstruierte Fotografie: Untitled Film Stills, History Portraits
- Sherman inszeniert ihre Fotos, auf denen immer sie selbst Darstellerin ist, wie Stills aus einer Filmproduktion - die es nie wirklich gab
- Spielen mit der Ästhetik von Film